Wassergeburt

WassergeburtBei einer Wassergeburt sitzt die werdende Mutter während der Entbindung in einer Wanne mit warmem Wasser. Dieses sorgt dafür, dass die Mutter sich wohler fühlt und sich entspannen kann. 1803 wurde die erste Wassergeburt in Frankreich durchgeführt. Ab diesen Punkt war es jedoch etwa ein Jahrhundert ruhig um das Thema Wassergeburt. Michel Odent war es, der die Wassergeburt erneut nach Westeuropa brachte.

Die Wassergeburt: 30 % bis 50 % entscheiden sich für die Geburt im Geburtsbecken

Er setzte aufblasbare Planschbecken ein um Frauen während der Wehen entspannen zu können. Inzwischen wurde die Methode weiterentwickelt. So gibt es viele verschiedene sechseckige Geburtsbecken die bis zu 700 Liter Wasser fassen können. In Deutschland gibt es Geburtsbecken mit einer Klappe, durch die die Frau im Notfall austeigen kann – dabei ergießt sich natürlich auch das Wasser im Raum. Ebenfalls besitzen Geburtsbecken in Krankenhäusern Heizungen, die dafür sorgen, dass das Wasser eine konstante Temperatur behält. 30% bis 50% aller gebärenden Frauen entscheiden sich für eine Wassergeburt – wenn in ihrem Krankenhaus die entsprechenden Möglichkeiten vorhanden sind. Experten raten jedoch häufig von einer Wassergeburt ab, besonders dann wenn das Risiko von Komplikationen besteht.

Eine Wassergeburt wird von vielen Frauen als angenehm empfunden, so dass keine Schmerzmittel nötig sind. Ob eine Wassergeburt auch zu der werdenden Mutter passt und für diese möglich ist, sollte genau mit Arzt und Hebamme abgewogen werden.

Wehen bei der GeburtVon Wehen, in der Einzahl Wehe, spricht man wenn man eine Muskelanspannung in der Gebärmutter meint, die einen Einfluss auf die Geburt hat. Dies geschieht durch die Verkürzung oder Öffnung des Gebärmutterhalses oder durch die Bewegung des Kindes in Richtung Beckenboden. Die rhythmischen Muskelkontaktionen der Wehen sind es, die die Geburt des Kindes einleiten. Alle Wehen sind in Dauer und Stärken voneinander abgegrenzt.

Geburt in einem GeburtshausSeit das erste Geburtshaus im Jahre 1985 von der Lehrhebamme Dorothea Heidorn eröffnet wurde, wurden diese Institutionen in Deutschland stetig beliebter. Inzwischen existieren über 100 solcher Einrichtungen. Bei einem Geburtshaus handelt es sich um eine selbstständige Einrichtung, die nichts mit einem gewöhnlichen Krankenhaus gemein hat. Die Leitung eines Geburtshauses liegt immer bei einer Hebamme.

KaiserschnittEin Kaiserschnitt ist auch unter den Begriffen Schnittentbindung oder Sectio caesarea bekannt. Bei dieser Methode wird das Baby durch einen Schnitt in Bauch und Gebärmutter aus dem Körper der Frau geholt. Entweder erfolgt der Schnitt an der Schambehaarungsgrenze oder vom Bauchnabel hinunter bis zur Schambeinfuge. Anfangs wurde ein Kaiserschnitt vor allem aus medizinischen Gründen eingesetzt.

WunschkaiserschnittWann genau die ersten Kaiserschnitte durchgeführt wurden ist unklar. So gibt es Legenden darüber, dass selbst der berühmte Cesar mit einen Kaiserschnitt auf die Welt gebracht wurde. Sicher dokumentiert ist, dass ab dem 6. Jahrhundert Kaiserschnitte durchgeführt wurden. Ziel war es das Leben des Kindes zu retten oder zumindest Mutter und Kind getrennt beerdigen zu können. Inzwischen hat sich die Methode des Kaiserschnittes natürlich stark verändert.