Kaffee

KaffeeEin erhöhter Herzschlag und eine überhöhte Aktivität des Nervensystems bringen den Kreislauf in Schwung. Das mag aber das Baby nicht sehr gerne. Erwachsene können mehrere Tassen Kaffee trinken, da ein gesunder Körper das Koffein rasch wieder abbaut. Das Herz von Erwachsenen verkraftet den höheren Herzschlag sehr gut. Morgens wird das Kaffeetrinken gerne als Muntermacher genutzt. Das Koffein gelangt schnell in den Blutkreislauf und wirkt so unmittelbar nach den ersten Schlucken.

Kaffee trinken birgt Risiken

Während der Schwangerschaft ist der Blutkreislauf der Mutter direkt mit dem ihres Fötus verbunden. Der Koffeinspiegel ist bei Mutter und Kind gleich hoch. Dennoch ist der Körper des Fötus eine eigene Einheit. Er muss selbstständig das Koffein abbauen. Dazu benötigt der Körper Enzyme, die der Fötus noch nicht ausreichend besitzt. Es dauert etwa 20-mal so lange, bis der Fötus das Koffein wieder abgebaut hat im Gegensatz zur Mutter.

Erst nach etwa drei Monaten ist die Leberaktivität des Ungeborenen so weit ausgebildet, dass es sich besser wehren kann. Erwachsene, die in kurzer Zeit mehrere Tassen starken Kaffee trinken, verspüren eine unangenehme Wirkung. Es macht sich Nervosität bemerkbar, das Herz beginnt zu rasen und das Allgemeinempfinden kann als unwohl beschrieben werden. Das ungeborene Kind wird eine solche Zufuhr an Koffein nur sehr schwer ertragen können. Der noch nicht vollständig entwickelte kleine Mensch soll die gleiche Leistung erbringen, wie die um das Vielfache größere Mutter. In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten kann es daher beim Kaffee trinken zu einer Komplikation kommen.

Dosierung von Kaffee in der Schwangerschaft

Sollte die Mutter nicht völlig auf das Kaffee trinken verzichten wollen, sollte der Konsum auf eine Tasse pro Tag begrenzt werden. Alternativ kann man entkoffeinierten Kaffee trinken, der aber immer noch etwas Koffein beinhaltet. Eine Umstellung auf schwarzen oder grünen Tee ist auch in Erwägung zu ziehen, da dort nur halb so viel Koffein enthalten ist wie in Kaffee. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft sollte der Konsum von Kaffee nicht über drei Tassen am Tag steigen. Es muss sich immer bewusst gemacht werden, dass Koffein ein Gift ist, das der kleine Mensch nur schwer verträgt. Keine Mutter würde ihrem geborenen Kind Kaffee trinken lassen. Schlimmstenfalls kann Koffein auch Wachstumsstörungen verursachen.

Alkohol in der SchwangerschaftWährend einer Schwangerschaft muss die Mutter nicht nur für sich sorgen, sondern auch für das Ungeborene in ihrem Leib. Es gilt einige Dinge zu beachten und manche Mutter muss ihre Gewohnheiten über Bord werfen, um das Kind während der neun Monate nicht zu gefährden. Alkohol sollte zum Beispiel während einer Schwangerschaft komplett vermieden werden. Gerade in den ersten drei Monaten ist ein vollständiger Alkohol Genuss verboten. Alkohol ist immer noch Gift und dieses Gift schadet nicht nur der Mutter, sondern auch dem Kind. Zuviel Alkohol wird über kurz oder lang die Entwicklung der Zellen des Kindes beeinträchtigen. Schwerwiegende Behinderungen sind die Folge, denn das Kind kann sowohl geistig als auch körperlich mit einer Beeinträchtigung auf die Welt kommen. Alkohol greift gezielt bestimmte Punkte beim Ungeborenen an, beispielsweise das Gesicht.

JoghurtJoghurt essen gilt im Allgemeinen als sehr gesundes Vergnügen. Warum sollte das für schwangere Frauen nicht auch gelten? Eine Studie der Harvard-Universität zeigte ganz Erstaunliches. Gerade aus Sorge vor der Gewichtszunahme greifen werdende Mütter gerne zu fettarmen Milchprodukten. Der Verdacht der Forscher, dass gerade die Milchfette sich positiv auf das Immunsystem der Kinder auswirken, bestätigte sich. Kinder von Frauen, die in der Schwangerschaft auf fettarme Milchprodukte umgestiegen waren, hatten deutlich öfter Asthma und Allergien, besonders häufig Heuschnupfen, als die Kinder der Gruppe, die weiterhin Milchprodukte aß, die nicht fettreduziert war. Erstaunlich wird doch vor den Vollfett-Produkten meist gewarnt. Tatsächlich ist das Joghurt essen in der Schwangerschaft nicht bedenklich, solange man darauf achtet, dass das Produkt nicht aus Rohmilch hergestellt wurde, was nur sehr selten vorkommt.

KäseWährend der Schwangerschaft möchte man auf gesunde Ernährung besonders achten, zu einer gesunden Ernährung gehören auch Milchprodukte und somit möchte man auch gern Käse essen. Schließlich sollte man auf eine ausreichende Calcium-Zufuhr achten und deshalb auch Käse essen. Doch gerade beim Käse gilt es, eine Auswahl zu treffen. Käse essen aus pasteurisierter, also wärme behandelter Milch, die überwiegende Mehrzahl der Käsesorten in Deutschland, kann bedenkenlos gemacht werden. Käse aus Rohmilch kann ein Risiko darstellen. In Rohmilchkäse, wie er in deutschen Lebensmittelgeschäften kaum zu finden ist, sind oft Bakterien vorhanden, die Neugeborene, aber auch ungeborene Kinder schädigen können. So können Listerien zu Meningitis oder Hirnhautentzündung, aber auch zur Sepsis oder Blutvergiftung führen.

PetersiliePetersilie essen ist aus der Naturheilkunde kaum wegzudenken. Das Kraut wirkt entwässernd, krampflösend, schmeckt gut und gilt als Uterus anregend. Das macht stutzig. Uterus anregend stimmt die schwangere Frau nachdenklich. Tatsächlich wurde Petersilie in früherer Zeit als Mittel zur Abtreibung angewandt, immerhin kann es Wehen auslösen oder verstärken und ist so auch in der Geburtshilfe nützlich. Immerhin kann es auch helfen, die Nachgeburt auszutreiben, Petersilie ist ohnehin ein Alleskönner bei Frauenbeschwerden.

rohe EierRohe Eier essen ist riskant, denn diese können mit Salmonellen befallen sein und Durchfall und Erbrechen für die werdende Mutter bedeuten. Eier in jeder Form werden dem ungeborenen Kind nicht schaden, aber fühlt sich die Mutter nicht wohl, geht es auch dem Kind nicht gut. Mit Beginn der Schwangerschaft werden der Hormonhaushalt und das Immunsystem der werdenden Mutter umgestellt. Um der neuen Situation gerüstet zu sein, ist eine Ernährungsumstellung der geeignete Weg. Das Kind verbraucht Nahrung und entzieht diese dem Mutterleib. Damit die Mutter selbst ausreichend versorgt ist, sind Ernährungshinweise sehr nützlich. Speziell für Schwangere haben diverse Institute Broschüren veröffentlicht, die in Arztpraxen und bei Hebammen erhältlich sind. Hebammen führen zugleich intensive Ernährungsberatungen durch. Das geschwächte Immunsystem birgt die Gefahr, von Krankheitsbildern befallen zu werden, die vorher wegen der Ernährung nicht aufgetreten sind.

Rohes HackfleischHeißhungerattacken oder merkwürdige Gelüste sind während der Schwangerschaft ganz normal, doch nicht alle Lebensmittel sind auch unbedenklich für werdende Mütter und ungeborene Babys. Rohes Hackfleisch essen, auf einem Brötchen, so lecker das auch klingen mag, in der Schwangerschaft sollte darauf lieber verzichtet werden. Rohes Hackfleischessen, ist oft der Träger verschiedenster Bakterien, die durch das fehlende Garen auch nicht vernichtet werden. Diese Keime können eine Lebensmittelvergiftung bewirken, sie können jedoch auch zu noch gefährlicheren Krankheiten führen. Salmonellen, Listeriose und Toxoplasmose sind, die bekanntesten, durch rohes Hackfleisch essen, übertragenen Krankheiten, die besonders während der Schwangerschaft gefährlich werden können.

Seafood und FischSeafood und Fisch essen gilt als gesunde Lebensmittel, die zu einer ausgewogenen Ernährung dazugehören – aber gilt das auch in der Schwangerschaft? Rohes Seafood und Fisch essen, können Krankheitserreger und Parasiten enthalten, die während einer Schwangerschaft nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Baby gefährlich werden können. Infektionen, eine verzögerte Entwicklung, Missbildungen oder Fehlgeburten können die Folge sein. Auf Sushi, Sashimi und Kaviar sollte während Schwangerschaft und Stillzeit also verzichtet werden. Auch einige Seefisch-Arten können durch eine erhöhte Quecksilber-Belastung schädlich sein.

SteakSteak essen, allein oder mit frischem Salat und einer Backkartoffel als Beilagen, ist ein Hochgenuss aber ist es auch in der Schwangerschaft unbedenklich? Rohes Fleisch oder Fleisch, das nicht vollständig durchgebraten wurde, kann Träger von verschiedenen Krankheitserregern und Parasiten sein. Vor allem Toxoplasmose, Listeriose und Salmonellen werden über rohes Fleisch übertragen. Daher hat Steak essen, auch wenn es richtig gelagert und sauber zubereitet wurde, stets ein gewisses Restrisiko. Zwar gilt Rindfleisch in Deutschland als ungefährlich, während der Schwangerschaft können jedoch schon kleine Mengen an Keimen negative Folgen haben. Das Immunsystem der Mutter ist während einer Schwangerschaft häufig geschwächt und kann sich daher weniger effektiv gegen Bakterien und Viren zu Wehr setzen. Ist eine Infektion erfolgt, dauert die Genesung zudem länger. Eine eingeschränkte Entwicklung oder Ansteckung des Babys kann die Folge sein. Zusätzlich zu den Erkrankungen kann Fleisch auch Bakterien beinhalten, die toxische, also giftige, Stoffe erzeugen.

SushiBeim Sushi essen und allen anderen rohen Fischsorten sowie rohes Fleisch besteht der Verdacht, dass diese mit Bakterien belastet sind. Während der Schwangerschaft verkraftet der Körper der Mutter und der des Kindes eine bakterielle Belastung im Körper nur schwer. Während fangfrischer Fisch direkt nach dem Fang noch vollkommen unbelastet ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er während der Lagerung und Weiterverarbeitung bis zum Verkauf mit Bakterien belastet wird hoch. Der gesunde Erwachsene hat damit keine Probleme. Das Abwehrsystem des Körpers wird diese Keime ohne Nebenwirkungen bekämpfen. Das Immunsystem der Schwangeren ist nicht auf dem gleichen Stand, und das ungeborene Kind kann sich gegen Keime noch weniger zur Wehr setzen. Dies gilt während der gesamten Zeit der Schwangerschaft.